Hunde-Hotel / Hunde-Pension suchen
Name oder Ort:
» Detailsuche
0 gemerkte Hotels

Derzeit sind keine Hundehotels in Ihrer Merkliste.
Sie können ein Hundehotel mit Klick auf den Button merken... zur Merkliste hinzufügen.

Probieren Sie es doch gleich einmal aus.



Übersicht Bilder Bewertungen
Anaplasmose
Bewertung:


Durch den Biss einer Zecke wird sie übertragen – die Anaplasmose, eine Infektionserkrankung, an der neben Hunden auch Schafe, Pferde, Rehe und Menschen erkranken können. Es kann davon ausgegangen werden, dass etwa zwei bis fünf Prozent aller Zecken in Deutschland infiziert sind und als Zwischenwirt fungieren.
 
Wie zeigt sich eine Anaplasmose bei Hunden?
 
Die Infektion wird durch ein Bakterium verursacht und die Inkubationszeit beträgt etwa 4 bis 20 Tage. Durch das Bakterium werden die weißen Blutkörperchen des Hundes, die für die Immunabwehr zuständig sind, zerstört. Über die Blutbahn verteilt sich das Bakterium mit den Granulozyten im Körper des Tieres und setzt sich an verschiedenen Organen sowie an der Wand der Blutgefäße ab.
Unterschiedliche Reaktionen auf das Bakterium prägen das Krankheitsbild der Anaplasmose: In manchen Fällen zeigen sich beim Hund Symptome wie, Erbrechen, Husten, Atembeschwerden, Abgeschlagenheit und Fressunlust. Manche Hunde bekommen auch Fieber und/oder Probleme mit den Gelenken. Die Gelenke können sich entzündlich zeigen und ebenso besteht die Möglichkeit, dass sich die Leber und die Milz vergrößern. In einigen Fällen sind auch die Lymphknoten betroffen und zeigen sich mit krankhafter Schwellung. Diverse Blutungen aus unterschiedlichen Körperöffnungen sind ebenfalls beobachtet worden.
Befällt das Bakterium außerdem die Hirnhäute, kann es unter anderem zu neurologischen Störungen kommen.
 
Blutbild- und Urinveränderungen
 
Im Blutbild sind unterschiedliche pathologische Veränderungen festzustellen: Eine Anämie, eine Störungen des Proteingehaltes und die Abnahme der Blutplättchen sind Auswirkungen einer Anaplasmose. Bei einer Beteiligung der Nieren werden mit dem Urin meist Blut und Proteine ausgeschieden.
 
Bei vielen Hunden lagert sich das Bakterium im Körper ein und zeigt sich erst bei bestimmten Reaktionen, wie beispielsweise, wenn der Hund eine andere Infektionskrankheit hat, bei Stress oder schlechten Haltungsbedingen. Des Weiteren kann das Bakterium Probleme machen, wenn der Hund aus irgendeinem anderen Grund geschwächt ist. Diese "Ruhephase", in der das Bakterium eingelagert im Körper des Tieres verweilt, kann über mehrere Jahre anhalten. Wird das Bakterium erneut aktiv, handelt es sich um eine chronische Phase, wie es oft bei Gelenkentzündung zu sehen ist.
 
Behandlung eine Anaplasmose bei Hunden
 
Eine Anaplasmose ist durchaus behandelbar, jedoch können nicht alle Tiere geheilt werden. Infizierte Hunde werden über vier Wochen mit einem Antibiotikum behandelt, wobei dem Wirkstoff Doxycyclinhyclat eine besonders gute Wirksamkeit zugesprochen wird. Finden sich im Knochenmark des Tieres Reste des Bakteriums, ist eine Behandlung nicht immer von Erfolg gekrönt, da die Medikamente hier nicht richtig anschlagen können.
Eine Behandlung kann gegebenenfalls auch über den angegebenen Zeitraum von vier Wochen weiter geführt werden.
Liegt ein besonders schwerer Fall vor, ist Cortison das Mittel der Wahl und in manchen Fällen unterstützen Bluttransfusionen die Therapie. Außerdem sollte während einer Therapie immer die Thrombozytenanzahl im Blut bestimmt werden.
 
Antikörpernachweis
 
Hat sich ein Hund mit dem Bakterium infiziert, können die Antikörper erst nach einem Monat nach Ansteckung nachgewiesen werden. Ein Antikörper-Test wird bei länger bestehenden Infektionen durchgeführt, da hiermit der Titer bestimmt werden kann. Obwohl der Wert des Titers nur über eine eingeschränkte Aussagekraft verfügt, ist die Bestimmung bezüglich der Verlaufskontrolle wichtig.
 
Damit es erst gar nicht zu einer Anaplasmose-Infektion bei Ihrem Hund kommt, sollte darauf geachtet werden, dass kein Zeckenbiss erfolgt, was leider nicht immer zu verhindern ist, da der Hund sich gerne im halbhohen Gras oder in der Nähe von Büschen aufhält. Nach Spaziergängen durch die Natur sollte der Hund regelmäßig auf Zecken untersucht werden, in vielen Fällen haben sich die kleinen Tierchen noch nicht festgebissen und sind leicht zu entfernen.
 
Bildnachweis: © Jean Kobben - Fotolia.com

Bilder
Facebook Twitter