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Ehrlichiose (Zeckenfieber)
Bewertung:


Die Braune Hundezecke gilt unter anderem als Überträger der Ehrlichiose, eine Erkrankung, die auch unter dem Namen "Zeckenfieber" bekannt ist. Die Infektion zeigt sich als typische Urlaubskrankheit, bei Hunden, die in Mittelmeerregionen in Urlaub waren oder dort beheimatet sind. Ehrlichiose verläuft in drei Phasen und wird durch die, durch einen Zeckenbiss, übertragenen Bakterien ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt erst 24 Stunden nach dem Zeckenbiss und zeigt sich vor allem bei Welpen und Tieren mit geschwächtem Immunsystem mit ausgeprägten Symptomen.
 
Die drei Phasen einer Ehrlichiose
 
Die Phase eins wird als akutes Stadium angesehen und zeigt sich drei Wochen nach Ansteckung mit ersten Symptomen: Im akuten Stadium der Erkrankung tritt hohes Fieber und Atemnot auf, die Lymphknoten sind geschwollen und schleimiger Nasenausfluss sowie Erbrechen prägen außerdem das Krankheitsbild. Manche Hunde mögen nicht mehr Fressen und verlieren Gewicht oder sind mit Muskelzucken, Nasenbluten und schlechter Wundheilung geplagt. Apathische und abgeschlagene Hunde sind keine Seltenheit und blase Schleimhäute finden sich ebenso häufig.
Bei manchen Tieren zeigen sich wenig oder gar keine Symptome und die Ehrlichiose verläuft völlig symptomlos.
 
Phase zwei gilt als Ruhephase, da sich beim Tier keinerlei Symptome mehr zeigen. Manche Hunde konnten den Erreger der Ehrlichiose bekämpfen und sind wieder gesund, bei anderen Hunden wiederum hat sich der Erreger festgesetzt und eine chronische Erkrankung ist die Folge.
Die chronische Erkrankung zeigt sich dann in Phase drei. Eine chronische Ehrlichiose kann sich mit einem milden oder schweren Verlauf zeigen. Beim milden Verlauf zeigt sich das Tier sehr lustlos, abgemagert und hat kaum Appetit. Außerdem sind Leber und Milz vergrößert, es zeigen sich Wassereinlagerungen sowie Haut- und Nasenblutungen.
Ist der Verlauf hingegen schwerer, kommen Blutungen und Schädigung an Organen hinzu und ein gestörtes Immunsystem ist ebenfalls vorzufinden. Folgen des gestörten Immunsystems sind Blindheit und Muskelschwund außerdem kann es zu Epilepsien und Schädigungen am Gehirn kommen. Nicht selten hat die chronische Ehrlichiose Jahre später einen tödlichen Ausgang.
 
Diagnose und Behandlung einer Ehrlichiose
 
Bei Verdacht auf diese Erkrankung sollte bald möglichst ein Tierarzt aufgesucht werden, der die Diagnose stellt und die Behandlung einleitet.
Zeigt der Hund beispielsweise nach einem Urlaub im Mittelmeerraum oder in den Tropen bestimmte Symptome, muss immer eine Ehrlichiose in Betracht gezogen werden. Um eine gesicherte Diagnose zu stellen, ist es notwendig dem Hund Blut abzunehmen, und dieses im Labor untersuchen zu lassen. Auch eine Gewebeprobe kann die Diagnose einer Ehrlichiose sichern. Erlichiose erkrankte Hunde werden mit Antibiotika behandelt, einen Impfstoff gegen diese Erkrankung gibt es bis heute leider nicht. Die Antibiotikabehandlung (Doxycyclin, Tetracyclin und Oxytetracyclin) sollte über mehrere Wochen durchgeführt werden. Die Tiere sind isoliert unterzubringen.
Übrigens wurde diese Erkrankung erstmalig bereits im Jahre 1935 in Algerien beobachtet.
 
Bildnachweis: © Carola Schubbel - Fotolia.com

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