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Hund und Katze vegan ernähren?
Bewertung:


Es ist heute keine Seltenheit mehr, dass vegetarisch und vegan lebende Menschen auch ihre Tiere mit fleischloser und gesunder Kost ernähren. Unterschiedliche Studien belegen, dass bestimmte tierische Nahrungsmittel sich nicht nur auf die Gesundheit der Menschen negativ auswirken, vielmehr auch die Gesundheit der Tiere negativ beeinflussen können. Dies bezieht sich unter anderem auf Knochenprobleme, Herzerkrankungen, Allergien und auch auf Krebserkrankungen.
 
Der Border-Collie
 
Bramble, der Border-Collie schaffte es als ältester Hund ins Guinness Buch der Rekorde – und das nicht ohne Grund. Bramble starb mit stolzen 27 Jahren und seine Ernährung bestand aus biologisch angebautem Gemüse sowie Linsen und Reis. Die vegane Ernährung hat sich sichtlich sehr positiv auf die Gesundheit des Hundes ausgewirkt.
 
Fertigfuttermittel ist ungesund für Tiere
 
In Deutschland gibt es ein Gesetz, das die Herstellung von Futtermitteln für Tiere regelt. Dennoch sollte man sich als Hunde- oder Katzenbesitzer darüber im Klaren sein, dass durch die Lebensmittelskandale die Hemmschwelle niedriger ist, auch bei der Tiernahrung gesetzliche Bestimmungen zu umgehen. Das Gesetz besagt, dass für Heimtierfutter ausschließlich tierische Nebenprodukte verwertet werden dürfen.
Doch wer kann die Garantie geben, dass sich im Tierfutter keine Tierteile befinden, die durch den Fleischbeschauer für den Menschen als nicht verzehrbar erklärt wurden?
Des Weiteren gilt es zu beachten, dass die Herstellung von Heimtierfutter weltweit verbreitet ist und das deutsche Gesetz in anderen Ländern an Gültigkeit verliert. Ebenso herrschen in anderen Ländern auch andere Hygienebedingungen sowie Tierschutzstandards. Das "Branchen Forum Zoo und Garten" veröffentlichte einen Artikel, der folgendes beinhaltet: Hundekauknochen aus Rinderhaut kommen vorwiegend aus China, Thailand oder Indien – Länder, die nichts mit dem deutschen Gesetz zu tun haben und auch über ganz andere Bedingungen bezüglich der Hygiene verfügen. Auch der Tierschutz ist nicht mit dem Tierschutz in Deutschland vergleichbar.
So kann es durchaus vorkommen, dass zur Herstellung von Heimtierfutter Fleisch von toten oder kranken Tieren verwendet wird. Ebenso sollte man sich bewusst machen, dass auch im Tierfutter Antibiotika, Hormone und Pestizide enthalten sind.
 
Die Fleischindustrie wird unterstützt
 
Wer seinen Hund oder seine Katze mit konventioneller Tiernahrung füttert, unterstützt zugleich die Fleischindustrie. Jedes Jahr werden allein in Deutschland 570 Millionen Schweine, Kühe, Kälber, Hühner oder Schafe geschlachtet, die meist ein leidvolles Leben hatten und grausam getötet wurden. Statistiken belegen, dass beispielsweise im März 2012 etwa 5,5 Millionen Tiere geschlachtet wurden, was wiederum die Produktion von 586.192 Tonnen Fleisch nach sich zog. Diese Zahlen beinhalten nicht das zusätzlich geschlachtete Geflügel: Geschlachtete Hühner werden nicht als solche gezählt, vielmehr spricht die Fleischindustrie von Tonnen geschlachteter Hühner. 1,4 Millionen Tonnen Geflügel wurden im Jahr 2011 geschlachtet, darunter fallen neben Hühner auch Gänse, Puten und Enten. Von den 8,4 Millionen Tonnen Fleisch, die jedes Jahr erzeugt werden, werden zahlreiche Tonnen Schlachtabfall für die Herstellung von Tiernahrung verwendet.
 
Ist es nicht grausam, wenn Hund und Katze kein Fleisch bekommen?
 
Diese Frage hört man des Öfteren von Kritikern der veganen Ernährung – schließlich gehen wild lebende Tiere auch auf die Jagd.
Die Tiere, die in freier Wildbahn leben, ernähren sich sicherlich teilweise von erbeuteten Tieren, dennoch steht auch jede Menge Grünzeug auf ihrem Speiseplan. Wollte man den Tieren gerecht werden, müsste man ihnen erlauben auf die Jagd zu gehen oder ihnen ganze Vögel oder Mäuse zum Fressen anbieten.
Hunde und Katzen, die mit fleischlosem Futter ernährt werden, genießen, die ihnen angebotenen Mahlzeiten und erfreuen sich bester Gesundheit.
 
Enthält vegane Nahrung ausreichend Nährstoffe?
 
Wird die vegane Ernährungsform mit bestimmten Ergänzungen kombiniert, erhalten Hunde sowie auch Katzen ausreichend Nährstoffe, die sie für ein gesundes Leben brauchen. Sogenannte "Vegepet-Zusätze" dienen zur Anreicherung der veganen und vegetarischen Nahrung. Die Vegepet-Zusätze wurden von James Peden entwickelt und gelten bezüglich ihrer Nährwerte als ausgeglichen. Sie können auch in spezieller Form für Welpen und Katzenkinder sowie für säugende Hündinnen und Katzen erworben werden.
James Peden hat übrigens ein Buch über vegetarische Hunde- und Katzenernährung geschrieben, indem zahlreiche Erkenntnisse über diese Ernährungsform zu lesen sind.
Mittlerweile bieten auch einige Tierfutterhersteller vegetarisches Alleinfutter an. Das vegetarische Futter ist als Trocken- und als Nassfutter im Handel erhältlich.
 
Hundefutter herstellen
 
Da Hunde zu den Allesfressern gehören, ist es nicht schwierig, Futter für den Hund herzustellen. Wer sich für fleischloses Futter entscheidet, kann sich gerne an den vegetarischen und veganen Rezepten von James Pedens Firma orientieren. Diese Rezepte sind mit dem Zusatz "VegedogTM" versehen und sollten den Vorgaben entsprechend gehandhabt werden. Die Zutaten können selbstverständlich abgeändert werden, allerdings muss der Hundebesitzer darauf achten, dass das Gleichgewicht von den Nährstoffen bestehen bleibt. Damit ein Hund gesund bleiben kann, benötigt er ausreichend Protein, Vitamin D und Kalzium. Manche Hunde brauchen außerdem L-Carnitin, eine Aminosäure, die nicht zwangsläufig im herkömmlichen Hundefutter enthalten ist. Auch beim selbst hergestellten Futter fehlt sie nicht selten. Diese Aminosäure ist aber für zahlreiche Hunde sehr wichtig, entsteht ein Mangel kann dies zu einer Kardiomyopathie führen. Hundebesitzer, deren Hund diese Aminosäure benötigt, erhalten L-Carnitin in der Apotheke.
 
Katzenernährung gestaltet sich schwieriger
 
Während der Hund meist ein unkomplizierter Esser ist, zeigen sich Katzen in ihrem Essverhalten weitaus wählerischer. Des Weiteren benötigen Katzen große Mengen des Vitamins A. Besteht ein Vitamin A Mangel, kann es bei der betreffenden Katze zu folgenden Erkrankungen kommen: Neben Problemen bei den Funktionen der Fortpflanzungsorganen und des Verdauungstraktes können außerdem Hörverlust und eine Problematik der Haut und Knochen die Folge sein.
Außerdem darf Taurin bei der Ernährung nicht fehlen, da ein Mangel Herzprobleme auslösen und die Seekraft verloren gehen kann. Auch hier hat James Peden eine Lösung parat: Er hat pflanzliche Quellen gefunden, aus denen sich Taurin gewinnen lässt. Katzenbesitzer können die vegane Nahrung ganz einfach mit dem Zusatz Vegecat anreichern, um so den Mangelerscheinungen entgegenzuwirken.
 
Wer seine Katze oder seinen Hund vegetarisch oder vegan ernähren möchte, sollte ein Blick in das Buch "Vegan kochen für Mensch und Hund" werfen: Hier finden sich zahlreiche Tipps damit das auch mit den Nährstoffen klappt.

 
Der Übergang
 
Wer die Ernährung bei seinem Tier umstellen möchte, sollte dies langsam angehen. Es ist ratsam, zunächst die vegane Nahrung unter die bisherige Nahrung zu mischen. Reduzieren Sie die Fleischzugabe langsam aber stetig. Es kann durchaus eine Weile andauern bis das Tier die andere Ernährung akzeptiert hat – üben Sie sich in Geduld.
 
Bildnachweis: © Robert Neumann - Fotolia.com

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