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Räude beim Hund
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Milben sind es, und zwar genau drei unterschiedliche Arten, die für die Räude beim Hund verantwortlich sind. Sie sind die Verursacher der Hauterkrankung, die sich unter anderem mit kahlen Stellen und Juckreiz zeigt. Ist ein Hund an Räude erkrankt, ist der Haarausfall meist zunächst an den Ohren und an den Beinen des vierbeinigen Freundes zu erkennen. Die Milben siedeln sich unter der Haut an, wenn keine Behandlung erfolgt, dehnt sich der Milbenbefall immer weiter aus und der Gesundheitszustand des Tieres verschlechtert sich zunehmend.
Die Milben, die für die Hundekrätze verantwortlich sind, heißen: Demodex canis, Sarcoptes scabei und Cheyletiella
 
Behandlung der Hauterkrankung
 
Die Behandlung richtet sich nach der Milbenart, die die Krankheit hervorgerufen hat. Jede Behandlung muss tierärztlich begleitet werden, da die Medikamente durchaus Nebenwirkungen beim Hund hervorrufen können. Nebenwirkungen können neben Erbrechen und Durchfall auch Zittern sein. Treten solche Symptome auf, muss der behandelnde Tierarzt umgehend konsultiert werden.
 
Behandlung mit Selamectin
 
Wird die Räude durch Sarcoptic verursacht, verschreibt der Tierarzt den Wirkstoff Selamectin. Das sehr effektive Insektizid wird am häufigsten bei der Hundekrätze verordnet und in Lösungsform verabreicht. Es ist verschreibungspflichtig und allgemein gut verträglich. Eine Behandlung reicht in der Regel aus, bei schwereren Verläufen muss die Behandlung nach einigen Monaten erneut erfolgen.
 
Behandlung mit Ivermectin
 
Der Wirkstoff Ivermectin wird in Tablettenform, als Injektion oder als Lösung verabreicht und gilt als hilfreich bei der Räude, die durch Sarcoptic und Demodetic verursacht wurde. Der Milbenbefall wird in der Regel sofort gestoppt, allerdings wird es in hohen Dosen gegeben und ist daher nicht gut verträglich.
 
Weitere Wirkstoffe
 
Wurde eine Räude durch Demodectic verursacht, können auch die Wirkstoffe Moxidectin und Milbemycinoxim zum Einsatz kommen. Dies wird praktiziert, wenn das Tier eine Unverträglichkeit gegen Ivermectin aufweist. Speziell Milbemycinoxim ist die Alternativmedizin, wenn Amitraz nicht anschlägt.
Diese beiden Wirkstoffe gibt es in Tablettenform und in Form von Lösungen zum Auftragen auf die Haut. Die Behandlung eines örtlich begrenzten Befalls gilt als gut.
 
Amitraz Bad
 
Die Badelösung mit dem Wirkstoff Amitraz wird bei der Räude, die durch Sarcoptic und Demodetic ausgelöst wurde, eingesetzt. Bäder mit Amitraz gelten als sehr erfolgreich. Vor der Behandlung mit Amitraz erfolgt ein Bad mit einem milden Shampoo, nach dem Abtrocknen des Hundes wird die Lösung aufgetragen.
 
Lime Sulfur Bad
 
Lime Sulfur kommt bei Formen der Räude zum Einsatz, welche durch Sarcoptic und Demodetic verursacht wurde.
Der Wirkstoff wird auf die Haut aufgetragen und ist mit äußerster Vorsicht anzuwenden. Wenn sie mit Augen oder Ohren in Kontakt kommt, kann das für das Tier schädlich sein. Der Hund muss während der Behandlung einen Schutzkragen tragen und der Hundehalter Handschuhe. Bevor die Lime Sulfur Lösung aufgetragen werden darf, muss der Hund mit speziellem Shampoo (Benzoylperoxid)vorbehandelt werden. Die Haut muss beim Auftragen der Lösung trocken sein.
 
Behandlung bei Cheyletiella Milben
 
Erkrankt ein Hund durch Cheyletiella Milben an Räude wird mit einem medizinischen Shampoo (Seleniumsulfid) behandelt. Wöchentliche Bäder werden nötig, um einen Erfolg zu garantieren. Diese Art von Räude ist durch die Symptome Haarausfall und Schuppen gekennzeichnet.
 
Behandlungsdauer
 
Wie lange eine Behandlung nötig ist, hängt allein von dem Befall der Milben ab. Ist der Milbenbefall örtlich begrenzt, ist die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Heilung groß. Je ausgeprägter der Milbenbefall ist, desto längerfristig ist die Behandlung. Während eine Räude, die lokal begrenzt auftritt, bereits nach einem Monat geheilt ist, dauert es bei einem großflächigen Milbenbefall mindestens zwei bis drei Monate bis zur Heilung.
 
Hausmittel als alternative Behandlung
 
Sie können auch selbst eine Lösung zum Auftragen auf die Haut herstellen: Dazu lösen Sie einen Esslöffel Borax in Wasser auf (ein halber Liter) und geben zwei Tropfen Hydrogenperoxid zu. Alles gut mischen und auf die Haut auftragen und trocknen lassen.
 
Die passende Diät
 
Egal, ob Sie sich nun für ein Hausmittel oder für ein verschreibungspflichtiges Medikament entscheiden, die richtige Diät kann eine Behandlung begünstigen. Eine Behandlung ohne passendes Hundefutter kann nicht als effektiv angesehen werden. Das Futter muss qualitativ hochwertig sein und besteht aus Rohkost in Form von Brunnenkresse oder Alpha-Sprossen. Beides wirkt stärkend auf das Immunsystem des Tieres, was wichtig für die Genesung ist. Des Weiteren kommt den Nahrungszusätzen für die Haut eine tragende Rolle zu: Verwenden Sie zusätzlich Fischöl und die Vitamine C und E. Dadurch wird das Fell des Hundes wieder gesund und glänzend.
 
Bildnachweis: © mikumistock - Fotolia.com

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